Ultraschall/Sonographie

Verfahren

Die Sonographie ist ein bildgebendes Verfahren in der medizinischen Diagnostik, das mit Ultraschallwellen arbeitet. Ultraschall ist Schall mit einer Frequenz oberhalb der menschlichen Hörgrenze. Im medizinischen Bereich werden je nach Körperregion Ultraschallwellen in einem Frequenzbereich von ca. 3,5 – 12,5 Mhz verwendet.
Die körpernahe Ultraschallsonde sendet durch einen piezoelektrischen Effekt kurze Schallwellenimpulse in den Körper. Ultraschall-Gel stellt den Kontakt zwischen Sonde und Körper her. Je nach Gewebeart werden diese Schallwellen im Körper unterschiedlich stark reflektiert. Anhand des zurückgesendeten Schallmusters kann das Ultraschallgerät Schnittbilder berechnen, auf denen die Organe des Körpers nach krankhaften Veränderungen untersucht werden können.

Anwendungsgebiete

Hals
Ultraschallaufnahme einer Schilddrüse
  • Tumore
  • Lymphknotenbeurteilung
  • Schilddrüse
  • Gefäßbeurteilung (Duplex)
Thorax
  • Brust
  • Lymphknoten Achselhöhle
  • Pleuraerguss
Abdomen
Ultraschallaufnahme einer Leber
  • Leber
    • Beurteilung von Lebervergrößerung und Leberverfettung
    • Abgrenzung von fokalen Leberveränderungen
    • exakte Zuordnung krankhafter Prozesse zu einzelnen Lebersegmenten vor einer geplanten Operation.
    • Therapieverlaufskontrolle
Ultraschallaufnahme einer Galle
  • Gallenwegssystem
    • Abklärung der Ursache einer Gallenabflussbehinderung
      (Tumor, Gallensteine, Entzündung)
  • Pankreas
    • Diagnostik bei Verdacht auf entzündliche oder tumoröse Veränderungen
    • Therapieverlaufskontrolle
Ultraschallaufnahme einer Niere
  • Nieren
    • Abklärung der Ursache einer Harnstauung
    • Abgrenzung gutartiger (z.B. Zysten) von bösartigen Nierenerkrankungen
    • Lageanomalien
Duplexsonographie
  • Gefäße
    • Erfassung und Verlaufskontrolle bei arteriellen Aneurysmen (Aussackungen der Arterien), vor allem der Bauchaorta
    • Darstellung von Gefäßengen, z.B. an Nierenarterien mit Duplexsonografie
  • Urogenitalorgane
    • Harnblase (Tumor, Entzündung, Restharnbestimmung)
    • Prostatavergrößerung

Untersuchungsablauf

Die Ultraschalluntersuchung ist eine nach derzeitigem medizinischem Kenntnisstand nebenwirkungsfreie Untersuchung. Da bei diesem Verfahren keine Röntgenstrahlung eingesetzt wird, eignet es sich in bestimmten Bereichen sehr gut zur Verlaufskontrolle. Auch die Untersuchung von Schwangeren mittels Ultraschall ist möglich.

Für die Untersuchung wird ein Gel auf den Ultraschallkopf und auf die Haut aufgetragen. So wird der Kontakt zwischen Sonde und Körper hergestellt. Dabei wird verhindert, dass Luft zwischen Haut und Schallkopf gelangt, was die Untersuchung erschweren würde. Das Gel ist auf der Haut sehr gut verträglich, nicht fettend und leicht trocknend.

Der Arzt bewegt den Schallkopf mit leichtem Druck in verschiedene Richtungen. Die zu untersuchenden Strukturen können somit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Aussagekräftige Bilder werden festgehalten und digital archiviert, Strukturen oder Organe können zusätzlich vermessen werden.

Ein kurzes Befundgespräch erfolgt direkt nach der Untersuchung. Ihr zuweisender Arzt erhält von uns schriftlich einen ausführlichen Befundbericht.

Vorbereitung

Für eine Ultraschalluntersuchung ist unbedingt eine Terminvereinbarung  mit uns notwendig. Vorbereitend auf eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes sollten sie am Untersuchungstag mit nüchternem Magen erscheinen.

Das heißt, am Tag der Untersuchung bitte:

  • Keine Nahrungsaufnahme
  • Nicht Rauchen! (Rauchen stimuliert die Magensaftproduktion)
  • Keine Bonbons, Kaugummis o.ä.
  • Keine Medikamente

Wasser ohne Kohlensäure kann in kleinen Mengen getrunken werden. Speisen und Medikamente können nach Beendigung der Untersuchung wieder in gewohnter Weise aufgenommen werden.

Am Untersuchungstag bitte mitbringen:

  • Überweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte bzw. Gesundheitskarte
  • falls vorhanden: Allergiepass
  • Lesebrille
  • Vorbefunde, Voraufnahmen, die nicht in unserer Praxis erstellt wurden

Geräte