CT-gestützte Schmerztherapie

Verfahren

Die CT-gestützte Schmerztherapie umfaßt alle Maßnahmen zur Behandlung chronischer Schmerzzustände bei verschleißbedingten Wirbelsäulenveränderungen.

Meist wird sie angewendet bei Beschwerden, die durch eine Reizung der Nervenwurzeln bzw. der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) hervorgerufen werden, wobei die Ursachen für den Schmerz vielfältiger Natur sein können.

Dabei werden gezielt Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente

  • an Nervenwurzeln (periradikuläre Therapie)
  • an die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenksinfiltration)
  • oder die Iliosacralgelenke (ISG- Infiltration) gespritzt.

Dabei erfolgt die Planung und die Kontrolle der Medikamentengabe mittels der Computertomographie, die eine exakte anatomische Darstellung des Punktionsweges erlaubt und eine hohe Genauigkeit bei der Medikamentenapplikation an den Zielort ermöglicht.

Seit dem 1. April 2013 kann für gesetzlich krankenversicherte Patienten die Durchführung einer CT-gestützten Schmerztherapie entsprechend dem Beschluss des Bewertungsausschusses der KBV nur im Rahmen eines multimodalen Schmerztherapiekonzeptes auf Überweisung eines gemäß Qualitätssicherungsvereinbarung nach § 135 Abs. 2 SGB oder gem. der Weiterbildungsordnung mit der Zusatzweiterbildung „Schmerztherapie“ qualifizierten Arztes erfolgen.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte unsere E-Mail-Adresse bzw. unsere telefonische Anmeldung.

Untersuchungsablauf

Diese Schmerztherapie führen wir nur am Standort im Diakonissenkrankenhaus durch!

Vor der ersten Behandlung werden Sie ausführlich vom durchführenden Arzt aufgeklärt.

Meist ist es erforderlich, mehrere Behandlungen vorzunehmen, um einen anhaltenden Erfolg zu erzielen. Bei Therapie mit Kortison erfolgen maximal neun Sitzungen im Abstand von ca. 3 Wochen.

Während der Behandlung liegen Sie auf dem Untersuchungstisch auf dem Bauch. Zunächst werden gezielt Einzelschichten vom Zielgebiet mit dem CT erstellt. Anhand der aufgenommenen Bilder erfolgt die Planung des Punktionsweges. Nach Desinfektion und steriler Abdeckung wird die Punktionskanüle zum Zielort vorgeschoben, die korrekte Lage CT-gestützt kontrolliert und schließlich das Medikament appliziert.

Nach Entfernung der Nadel erhalten Sie einen Pflasterverband. Sie verbleiben nach der Therapie noch ca. 30 min zur Nachbeobachtung in der Praxis.

Vorbereitung

Zur Beurteilung der Indikation benötigen wir eine aktuelle Bildgebung (möglichst MRT, alternativ CT), die nicht älter als 6 Monate sein sollte.

Medikamente:

  • gerinnungshemmende Medikamente (z. B. ASS und Plavix) müssen nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt pausiert werden.
  • Marcumar(Falithrom) muß auf Heparin umgestellt werden (Qickwert > 50 %)

Während des Behandlungszeitraumes sollte keine Schutzimpfung erfolgen. Bei Infekt oder Antibiotikaeinnahme wird die Behandlung unterbrochen.