Durchleuchtung

Verfahren

Gegenüber der statischen Röntgenaufnahme in 2 Ebenen wird mit der Röntgen-Durchleuchtung eine Funktionsanalyse einer Untersuchungsregion durchgeführt. Es können in einem kurzen Zeitintervall Röntgenstrahlen durch den Körper gesendet werden und vom Detektor als Filmaufnahme empfangen werden.

Da diese Untersuchung im Vergleich zu einer herkömmlichen Röntgenaufnahme mit einer höheren Strahlenexposition des Patienten verbunden ist, wird die Röntgen-Durchleuchtung nur bei speziellen Fragestellungen durchgeführt.

Anwendungsgebiete

Hals/Thorax
Durchleuchtung Speiseröhre

Durchführung am Standort im Diakonissenkrankenhaus.

Bei den folgenden Untersuchungen wird Ihnen zur besseren Darstellung unmittelbar vor der Röntgenuntersuchung ein Kontrastmittelbrei zum Schlucken gegeben.

  • Schluckdiagnostik/Globusgefühl
  • Tumorverdacht in der Speiseröhre
  • Refluxkrankheit
Abdomen
Durchleuchtung Magen

Durchführung am Standort im Diakonissenkrankenhaus.

  • Magenfunktionsstörung
  • Dünndarmdiagnostik
    Vor der Untersuchung wird nach lokaler Rachenbetäubung eine nur wenige Millimeter dicke Dünndarmsonde über Nase oder Rachen im Dünndarm positioniert, damit der Dünndarm für die Untersuchung optimal kontrastiert werden kann.
Durchleuchtung Colon
  • Dickdarmdiagnostik
    Eine dünne Darmsonde wird im Enddarm platziert und darüber schmerzfrei Kontrastmittel bzw. Luft in den Dickdarm appliziert. Der Darm wird dadurch aufgeweitet und die Schleimhaut kann besser beurteilt werden.

Untersuchungsablauf

Der Ablauf der Durchleuchtungs-Untersuchung ist je nach Körperregion sehr unterschiedlich und wird individuell auf die jeweilige Fragestellung und bereits erfolgten Voruntersuchungen angepasst.

Vor der Untersuchung erhalten Sie einen Aufklärungsbogen mit wichtigen Informationen. Eventuell sind Vorbereitungen notwendig, bei einigen Untersuchungen empfehlen wir auch, eine Begleitperson mitzubringen. Bei der Terminvereinbarung werden wir Sie darüber ausdrücklich informieren. Zusätzlich wird vor der Untersuchung der Ablauf durch den radiologischen Facharzt und die Röntgenassistenten mit Ihnen besprochen.

Kontrastmittel

Die Notwendigkeit, Art und Applikationsform eines Kontrastmittels richtet sich nach der gewünschten Durchleuchtungs-Untersuchung, Sie werden durch den Radiologen darüber aufgeklärt.

Vorbereitung

Für eine Durchleuchtungs-Untersuchung ist unbedingt eine Terminvereinbarung  mit uns notwendig.

Wie Sie sich auf die jeweilige Durchleuchtungs-Untersuchung vorbereiten, wird Ihnen von Ihrem zuweisenden Arzt bzw. im Aufklärungsgespräch von einem radiologischen Facharzt unserer Praxis erklärt.

Bringen Sie am Untersuchungstag bitte möglichst auch Befunde und Aufnahmen von Voruntersuchungen der betreffenden Körperregion mit, die nicht in unserer Praxis erstellt wurden, somit können wir die Ergebnisse vergleichen und zeitnah den Befund fertig stellen.

Bei einer Schwangerschaft ist die Indikation besonders streng zu stellen, die Dringlichkeit einer Durchleuchtungs-Untersuchung ist dann gesondert zu prüfen. Bitte informieren sie unsere Röntgenassistenten unbedingt, wenn eine Schwangerschaft besteht oder bestehen könnte!

Am Untersuchungstag bitte mitbringen:

  • Überweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte bzw. Gesundheitskarte
  • falls vorhanden: Allergiepass, Röntgenpass
  • Lesebrille
  • Vorbefunde, Voraufnahmen
  • aktuelle Laborwerte (Kreatinin, TSH) bei erforderlicher Kontrastmittelgabe