Aktuelle Informationen

Multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT)

Durchführung nach Einigung des Berufsverbandes Deutscher Radiologen e.V. (BDR) mit der KBV

Nach langen Verhandlungen zwischen dem BDR und der KBV ist es gelungen, eine Option für gesetzlich krankenversicherte Patienten zur Etablierung der mpMRT der Prostata zu etablieren. Für eine Übergangszeit von mindestens 18 Monaten auf dem Weg zur Etablierung einer eigenen Position im EBM für diese Methode, wurde ein Prozedere für die Qualitätssicherung und Abrechnung wie folgt vereinbart:

  • Prüfung der Aufnahmequalität (verwendetes MRT-Gerät und genutzte Mess-Parameter) beim Berufsverband der Deutschen Radiologen (Qualitäts-Ring-Radiologie)
  • Wenn durch eine(n) Urologen/in die gezielte hochauflösende MRT der Prostata (mpMRT der Prostata/Prostatografie) empfohlen/indiziert wurde, kann der Patient einen Antrag auf Kostenerstattung nach § 13 Absatz 3 SGB V bei seiner gesetzlichen Krankenkasse stellen.
    Ein entsprechendes Formular mit dem ausgehandelten Kostenvoranschlag kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
  • Eine Terminvereinbarung kann nach Genehmigung durch die Krankenkasse mit Vorlage eines Überweisungsscheines und eines Bogens mit wichtigen klinischen Angaben zur Bewertung des Befundes (dieser liegt den Urologen/Urologinnen im Einzugsbereich vor bzw. kann ebenfalls bei uns angefragt werden) in unserer Praxis in den Standorten am Diakonissen-Krankenhaus und in Markkleeberg erfolgen
  • Die Bewertung erfolgt dann nach den PIRADS (2.0)-Kriterien, eine CD mit den Bilddaten wird selbstverständlich zur Verfügung gestellt.

Für privat krankenversicherte Patienten werden die Kosten der mpMRT der Prostata von den Versicherungen ohne Kostenantrag übernommen. Auch hier benötigen wir aber den Fragebogen mit wichtigen klinischen Angaben zur Bewertung des Befundes nach PIRADS 2.0.

Dieses Prozedere betrifft nicht die Patienten, bei denen eine MRT des gesamten Beckens unter dann anderer Fragestellung empfohlen/indiziert wurde. In diesem Falle reicht der bisher übliche Überweisungsschein aus, die Leistung wird entsprechend EBM vergütet.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Kollegen Dr. Roland Schmidt und Dr. Thorsten Scholle telefonisch oder per Mail ( oder ) gern zur Verfügung.

PD Dr. med. Jens-Peter Schneider

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